Bonus!

In Schweden gibt es einen sehr großen Anteil an Patchworkfamilien. Das erfordert natürlich viel Einfühlungsvermögen von allen Seiten, wenn die neuen Familienkonstellationen zusammenfinden sollen. Außer emotionalen, räumlichen und finanziellen Fragen, die man klären muss, gibt es die große Frage wie die Familienmitglieder benannt werden sollen. Mama, Papa, Tochter und Sohn funktioniert nur für den Kern. Außerdem benennen wir in Schweden ja auch Oma und Opa exakt nach der „Zugehörigkeit“. Mormor ist die Oma mütterlicher Seite. Morfar ist der Opa mütterlicher Seite und das Ganze für die väterliche Seite heißt dann, farmor und farfar. Es gibt also richtig viele Bezeichnungen, die korrekt in den Patchworkfamilien vergeben werden müssen.

Es gibt natürlich den Begriff „Stief-“ aber der ist ja doch eher negativ besetzt. Einen Zeitlang benutzte man den Begriff „plastik-„, weil es ja nicht der echte Vater war sondern ein „künstlicher“, plastpappa bzw. plastmamma.

Jetzt haben die Schweden eine überaus elegante Lösung mit der Einführung des Begriffes „bonus“ gefunden. Die Stiefmutter oder der Stiefvater werden jetzt einfach „bonusmamma, bonuspappa“ genannt. Das funktioniert natürlich genau so gut bei den Großeltern; bonusmormor, bonusmorfar etc.

Eine meiner Kursteilnehmerinnen hat dies ihrer Freundin erzählt, einer werdenden Oma. Die Freundin hat es begeistert ihrem neuen Partner erzählt, dass er ab jetzt Bonusopa genannt werden soll. Der werdende Bonusopa hat sich sehr über eine korrekte Bezeichnung gefreut. Jetzt ist er nicht mehr „der neue Partner der Oma“ sondern einfach ein toller Bonusopa!

Wie viel Freude es doch durch ein neues kleines Wort geben kann.

Halvvättern – nur schön!!!

Es ist jedes mal ein Fest, beim Halvvättern teilzunehmen. Wie beim letztes Mal habe ich jede Minute genossen. Dies haben auch meine Mitstreiter mitgekriegt, weil ich sehr viel und laut gesungen habe, immer breit lächelte und immer wieder versucht habe, mit den anderen Teilnehmern in Kontakt zu treten. Das Letztere ging dieses Mal mäßig gut. Sie waren alle in ihren eigenen „Blasen“ unterwegs….

Diesmal war das Wetter am Start viel besser. Blauer Himmel, mäßiger Wind und ca 17 Grad. Perfekt! Das Wetter wurde dann immer etwas schlechter, um dann im strömenden Regen der letzten 20 Kilometer zu enden. Trotzdem war es schön!
Die Strecke ist wirklich herrlich, besonders wenn wir am Vätternsee direkt entlang fahren und  dann anschließend durch eine Pettson-ähnliche Landschaft zu radeln. Es waren wieder ca. 6000 Teilnehmer und wir sind recht spät gestartet. Also konnten wir immer wieder viele Radler überholen. Das beflügelt. Wir wurden natürlich auch überholt, aber hauptsächlich von ganzen Gruppen, die den Windschattenfaktor (und sicherlich mehr Training) auf ihrer Seite verbuchen konnten.
Die Depots sind immer super organisiert und wir haben uns bei jedem mit (man beachte die bunte Mischung) Kaffee, Salzgurke, Heidelbeersuppe und Hefeteilchen gestärkt. Außerdem konnte man jedesmal seine Trinkflasche mit Sportgetränk, Saft oder Wasser auffüllen. Die technische Hilfe an jedem Depot haben wir nicht benötigt. Den ersten Platten (und die einzige Panne) hatten wir beim Fertigmachen der Räder auf dem Parkplatz. War kurz stressig, weil man seine Startzeit einhalten sollte, aber irgendwie auch der optimale Zeitpunkt für so etwas. Besser als unterwegs.

Wir waren diesmal etwas schneller unterwegs, aber haben noch nicht die Sub-6-Stunden erreicht. Daran könnten wir noch arbeiten. Kürzere oder wenigere Pausen würden unser Ergebnis verbessern…aber mit Pausen ist es einfach viel schöner!!!

Ich bin unendlich dankbar, dass ich zusammen mit Mann und Tochter dieses tolle Erlebnis wiederholen durfte. Das Rennen ist für jeden Hobbyradler wirklich total empfehlenswert. Das Schöne an diesen Veranstaltungen ist, zusammen mit so vielen anderen, sehr unterschiedlichen Menschen, zu einem Ziel unterwegs zu sein. Bitte mehr davon in meinem Leben!


Halvvättern 150 km

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Wenn dieser Beitrag online geht, haben wir gerade den Start in Motala verlassen und 150 Kilometer Halvvättern auf dem Rennrad liegen vor uns.

Ich hoffe, dass uns wie beim ersten Mal vor zwei Jahren alle Kilometer Spaß machen. Damals war es sehr, sehr windig, wenige Kilometer nass und ein paar Grad wärmer hätten auch nicht geschadet. Es könnte also diesmal noch besser werden. Hoffe mal.

Werde berichten.

Und vielleicht sind mir die 300 Kilometer der Vätternrundan irgendwann doch mehr Reiz als Abschreckung? Das Video macht mir auf jeden Fall Gänsehaut:

Sjätte juni är Sveriges nationaldag!

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Idag är det Sveriges nationaldag och alla svenskar har ledigt. Vi firar att Sverige blev ett fritt land när Gustav Vasa blev kung 6:e juni 1532!

I Sverige kan man fira med gratis open air konsert med Göteborgs Symfoniker i Slottskogen eller att gratis besöka slottet i Stockholm där det är „öppet slott“.

Här i Tyskland kan man fira genom att t ex äta lite knäckebröd gärna sorten Wasa…;) eller kanske lära sig den svenska nationalsången eller äta lite svensk prinsesstårta eller smågodis, som finns hos närmaste IKEA varuhus. Det finns många möjligheter. Men fira är ju alltid trevligt så passa på! Jag och familjen ska sjunga svenska snapsvisor och dricka saft, för ikväll är det jobb för min del.

Slutstation

Im Netz kursieren viele Fotos, auf denen Zielanzeigen in Zügen oder Bussen mit dem schwedischen Wort „Slutstation“ zu sehen sind.

Wer nicht verstanden hat, was an Endstation so interessant sein soll, der überlegt einfach mal, was ein englischsprachiger Mensch lustig finden könnte.

Dies und andere witzige Schilder hatte ich ja hier schon einmal. Matthias Parchettka hat es aber viel schöner gezeichnet:

http://theepicevents.com/post/159367646774

VM-Guld i ishockey!!!

Det var världsmästerskap i ishockey i  Köln och Paris de senaste veckorna. Igår var det final mellan Sverige och Kanada och Sverige vann!!!  I Tyskland är det inte speciellt intressant med ishockey har jag märkt. Jag har försökt att prata ishockey med några hantverkare. Noll intresse, för att säga det milt.

Men nu måste alla lyssna på mitt prat om ishockey, för Sverige är världsmästare. Det var en oerhört spännande final. Det stod 1-1 efter tre perioder De spelade „sudden death“ men fortfarande inget mål. Då blev det straffar och Sveriges målvakt lyckades rädda fyra (4!) straffar. Målvakten heter Henrik (Henke) Lundqvist och är tvillingbror till lagkaptenen Joel Lundqvist. Henke spelar för New York Rangers i NHL. Såhär sa Henke till NBCSports om varför han vill spela VM: “My brother [Joel] is the captain there and I haven’t played with him for 12 years,”… “Also the fact that we’re not part of the Olympics. I see this as an opportunity to play for my country one more time and with my brother. I’m going to go there and try and finish really strong this season and I’m going to reflect.” Man kan säga att han lyckades med att „finish really strong“.
Jag älskar också att läsa vad journalisterna skriver om det. I Aftonbladet står det så här: „Det blir inte bättre än så här. Det blir inte större än så här.“ I GP skriver man detta: „Det slutar med nerver, med känslor, med tandlösa leenden och också med en hel del tårar.“

Idag, måndag 22.5.2017, kommer ishockeylaget till Stockholm och det blir fest  på Sergels Torg!

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